Krankes Kind im Bett

Immunität/ Vitaminmangel

Immunsystem stärken –
für eine robuste Gesundheit des Kindes

Ein starkes Immunsystem ist für jedes Kind wichtig. Seine Aufgabe ist es, Krankheitserreger zu bekämpfen und den Organismus vor Infekten zu schützen. Erkrankt ein Kind dennoch, werden die Beschwerden gemildert und die Krankheitsdauer verkürzt. Eltern können wesentlich dazu beitragen, dass ihr Kind ein robustes Immunsystem, eine starke Körperabwehr und damit eine stabile Gesundheit entwickelt.

„Mein Kind ist ständig krank – kaum hat es sich von einer Erkältung erholt, bekommt es schon die nächste … muss ich mir ernsthaft Sorgen machen?“ Diese Frage beschäftigt viele Eltern. In den meisten Fällen besteht kein Grund zur Sorge. Im Kindergartenalter sind bis zu etwa zwölf Infekte pro Jahr durchaus normal, wenn sie nicht sehr lange anhalten und ohne Komplikationen verlaufen. Denn Kleinkinder müssen sich mit den Keimen ihrer Umwelt auseinandersetzen, um eine stabile Körperabwehr und einen guten Infektionsschutz für die Zukunft zu entwickeln.

Das Immunsystem entwickelt sich langsam

Die Körperabwehr ist ein komplexes System, in dem viele verschiedene Zellen im Kampf gegen Krankheitserreger zusammenwirken. Eine zentrale Rolle spielen dabei sogenannte Antikörper. Bereits im Mutterleib beginnt das Ungeborene damit, eigene Antikörper zu produzieren, der Hauptanteil kommt jedoch über die Plazenta von der Mutter. Dies ist der Grund, warum Frühgeborene eine geringere Widerstandskraft gegenüber Keimen besitzen.

Wenn die Geburt auf natürlichem Wege erfolgt, bekommen die Babys viele schützende Antikörper aus der Scheidenflora der Mutter mit auf den Weg – nicht hingegen bei einem Kaiserschnitt. Hier ist es wichtig, die Neugeborenen bereits von Beginn an mit Probiotika – das sind in erster Linie natürlich im Darm vorkommende Milchsäurebakterien – zu versorgen, um die Entwicklung einer gesunden Darmflora zu unterstützen.

Auch nach der Geburt erhält das Kind Antikörper von der Mutter – nämlich über die Muttermilch. Damit ist das Neugeborene in den ersten drei Monaten gut geschützt. Daher ist Stillen auch so wichtig! Ab etwa dem dritten bis vierten Lebensmonat übernimmt der kindliche Organismus mehr und mehr die Produktion von eigenen Antikörpern. Deshalb können bereits erste Impfungen durchgeführt werden. Sie regen das Immunsystem dazu an, Antikörper gegen Krankheiten zu entwickeln. Für die Ausbildung einer starken Körperabwehr ist auch der Kontakt mit Krankheitserregern notwendig – ein Fernhalten von jeder Ansteckungsgefahr ist daher nicht zielführend.

Sinnvoll ist hingegen, wenn die Eltern das Immunsystem des Kindes bestmöglich unterstützen. Dazu stehen zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung.

Tipps für ein starkes Immunsystem bei Kindern

  • Gesunde Ernährung der Mutter in der Schwangerschaft.
  • Ausschließliches Stillen in den ersten vier bis sechs Lebensmonaten.
  • Danach gesunde, ausgewogene Ernährung mit Gemüse, Obst und Ballaststoffen.
  • Regelmäßige Bewegung, möglichst an der frischen Luft.
  • Ausreichend Schlaf
  • Vitaminmängel durch Substitution ausgleichen.

Wichtig ist die ausreichende Versorgung mit Vitaminen – insbesondere Vitamin C und Vitamin D – und Spurenelementen wie z. B. Zink und Selen.

Echinacea – vorbeugend bei Erkältungskrankheiten

Zur Unterstützung des Immunsystems hat sich auch Echinacea sehr bewährt. Studienechinacea belegen, dass durch die Gabe von Echinacea-Tabletten u.a. Atemwegsinfektionen erfolgreich verhindert und der Bedarf an Antibiotika deutlich gesenkt werden kann (1,2). So die kontrollierte, randomisierte, blinde, multizentrische klinische Studie aus der Schweiz, in der 203 Kindern im Alter von vier bis zwölf Jahren über einen Zeitraum von vier Monaten täglich ein Präparat mit pflanzlichen Echinacea-Extrakten erhielten. Die Kontrollgruppe erhielt Vitamin C. Bei 90 Prozent der Echinacea-Gruppe wurde eine signifikant erhöhte Immunabwehr festgestellt, was zur Prävention von 32,5 Prozent Atemwegsinfektionen und 67,3 Prozent weniger Fiebertagen führte. Bei diesen Kindern wurden auch 63,9 Prozent weniger komplizierte Infektionen mit Lungenentzündung, Sinusitis oder Bronchitis und seltene Antibiotika-Verschreibungen festgestellt (3,9% im Vergleich zu 14,3% mit Kontrolle, p < 0,05).

Der wichtigste und erfreulichste Befund ist der reduzierte Bedarf an Antibiotika bei Kindern, die mit Echinacea behandelt wurden. Insgesamt verbrachten sie 31 Tage mit Antibiotika im Vergleich zu 111 Tagen in der Vitamin-C-Gruppe, was einer hoch signifikanten Reduktion von 72,7 Prozent entspricht (p<0,001).

Vitaminreiche Kost – Tipps, um Kinder täglich mit Vitaminen zu versorgen

  • 2 Portionen saisonales Obst täglich, gut gereinigt und klein geschnitten. Bei der Auswahl auf den Geschmack der Kinder achten, süßes Obst wird eher akzeptiert als saures oder bitteres. Im Winter bietet sich auch Dörrobst an. Selbst gemachte Obstsäfte und Smoothies sind hin und wieder auch eine Möglichkeit, den Kindern Vitamine zuzuführen, aufgrund des hohen Fruchtzuckergehalts jedoch keine dauerhafte Alternative.
  • Dem Frühstücksbrei oder auch Cornflakes klein geschnittenes Obst (wie Beeren oder Äpfel) zufügen.
  • 3 Portionen Gemüse täglich, am besten roh und in mundgerechte Stücke geschnitten (zum Beispiel zum Dippen in Saucen oder Joghurt und als Snack anbieten) oder auch teilweise in Form von Gemüsesäften. Oftmals schmeckt Kinder Gemüse roh, das sie im gekochten oder gebratenen Zustand ablehnen.
  • Die Lieblingsspeisen der Kinder mit Beigabe von klein geschnittenem Gemüse aufwerten (z. B. geraspelte Karotten und kleine Zucchinistückchen ins Fleischsugo untermischen).
  • Statt Tomatenketschup ein Tomatensugo aus frischen Tomaten verwenden - ist schnell gemacht und kann für einige Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.
  • Salate werden eher akzeptiert, wenn sie eine süße Note (zum Beispiel ein geriebener Apfel, süßliche, geriebene Karotten oder Dressings mit Fruchtsäften) enthalten.
  • Dem Kind immer wieder neue und verschiedenen Gemüsesorten anbieten und zum Probieren geben. Mit mildem Gemüse in ansprechenden Farben (wie zum Beispiel Karotten, Süßkartoffeln, Paprika, Zucchini, Hokkaido-Kürbisse) beginnen.
  • Bei Verweigerung von jeglichem Gemüse, es wiederholt anbieten und als Vorbild selber essen und den Geschmack loben.
  • Vermeiden Sie eher bittere oder sehr intensiv schmeckende Gemüsesorten und bittere oder saure Gemüse- und Salatsaucen.

Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, die das Immunsystem Ihres Kindes unterstützen und stärken können

Vitamin A

Vitamin A ist an der Bildung des Sehpurpurs im Auge beteiligt und wird somit für den Sehvorgang, vor allem nachts, benötigt. Zudem bewahrt es alle Schleimhäute unseres Körpers vor dem Austrocknen und setzt somit die Entzündungswahrscheinlichkeit herab. Ein essenzieller Nährstoff für Augen, Haut, Schleimhäute und den Wachstumsprozess vieler Zellen, der mit der Nahrung oder durch Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden muss, da der Körper ihn nicht selbst produzieren kann. Ein Vitamin A-Mangel kann bei Kindern zu Wachstumsstörungen, Blutarmut, Nachtblindheit und stärke Infektionsanfälligkeit führen. Ein Zuviel des Provitamin A ist harmlos: Es färbt lediglich die Haut gelb.

Beste Vitamin A bzw. Beta-Karotin-Quellen: Sommerbutter (enthält aufgrund des Grünfutters dreimal so viel Vitamin A wie Winterbutter), Möhren, Spinat, Broccoli, Weiß- und Grünkohl, rote Paprikaschoten, Aprikosen und Mangos.

Vitamin B1

Vitamin B1 ist Voraussetzung dafür, dass Kohlenhydrate aus der Nahrung in unserem Organismus richtig umgewandelt werden und Energie liefern können. Fehlt es an B1, wird dieser Prozess im Körper blockiert. Die Folge: Kohlenhydrate werden nicht verbrannt, sondern in Fett umgewandelt und als - unnötige - Reserven eingelagert. Eine geringfügige Unterversorgung äußert sich auch in Form von Müdigkeit, Gereiztheit und Konzentrationsschwäche. Da der Körper Vitamin B1-Reserven nur für 3 Wochen im Körper speichern kann, muss das Vitamin regelmäßig durch Nahrung und bzw. oder Nahrungsergänzungsmittel nachgeliefert werden.

Beste B1-Quellen: Vollkornerzeugnisse, Nüsse, Keimlinge, Schweinefleisch, Champignons.

Vitamin B2 (Riboflavin)

Als Bestandteil von Co-Enzymen ist Vitamin B2 an der Energiegewinnung beteiligt und somit unerlässlich für den Kohlenhydrat-, den Eiweiß- und den Fettstoffwechsel. Es schützt die roten Blutkörperchen vor Angriffen von Schadstoffen, ist wichtig für den Sehvorgang und das Wachstum und unterstützt Heilungsprozesse der Haut. Gespeichert wird das Vitamin in der Leber, ausgeschieden durch die Niere.

Ein Mangel an B2 führt, da er meist einen Eisenmangel nach sich zieht, zu Müdigkeit, Mattheit, Gereiztheit. Bestimmte Hautreaktion lassen eindeutig auf B2-Mangel schließen: Eingerissene Mundwinkel, Dermatitis und Schleimhautentzündungen. Ein chronischer Mangel kann unter Umständen zum grauen Star, einer Linsentrübung des Auges, bis hin zur Erblindung führen.

Beste Vitamin B2-Quellen: Innereien, wie Leber und Herz, Aal, Hefe, Champignons, Brokkoli und Grünkohl. Täglich ein Glas Milch trinken und Vollkornprodukte bevorzugen!

Vitamin B6

Vitamin B6 ist an mehr als 100 Enzymreaktionen des menschlichen Stoffwechsels beteiligt und trägt somit einen bedeutenden Teil zum reibungslosen Ablauf bestimmter Funktionen wie für die Bildung vieler Hormone oder Neurotransmitter des Körpers bei. Besonders für den Eiweißstoffwechsel und bei der Immunabwehr kommt diesem Vitamin eine wichtige Rolle zu. Das Vitamin B6 ist auch wesentlich für die Bildung von Serotonin, des sogenannten Glückshormons.

Hautausschläge im Nasen- und Augenbereich, Entzündungen im Mund sowie Schlaflosigkeit, verstärkte Reizbarkeit bis hin zu Depressionen können ein Indiz für B6-Mangel sein.

Beste B 6-Quellen: Milchprodukte, Keimlinge, Bananen, Nüsse, Kartoffeln, Champignons, Lachs, Hülsenfrüchte, Hähnchen- und Schweinefleisch.

Vitamin B7 (Biotin oder auch Vitamin H)

Biotin ist an der körpereigenen Eiweiß- und Fettsäureherstellung beteiligt und fördert das Wachstum von Blutzellen, Talgdrüsen, Haut, Haaren und Nervengewebe. Aufgrund seiner Hautschutzfunktion wurde es früher auch als Vitamin H bezeichnet. In höheren Dosen wirkt Biotin nämlich sehr positiv auf Haare und Nägel. Daher ist auch ein Mangel schnell zu erkennen: Die Haut schuppt sich, die Nägel werden brüchig, das Haar geht aus - weitere Anzeichen: verzögerte Wundheilung, Appetitlosigkeit und Erschöpfung.

Beste Vitamin B7-Quellen: Eigelb, Fisch (besonders Forellen und Sardinen), Leber, Pilze, Avocados und Spinat. Vitamine B2, B6, B12, Folsäure und Pantothensäure unterstützen und verstärken die Wirkung von Vitamin B7.

Vitamin B9 (Folsäure)

Die Folsäure ist wichtig beim Eiweißstoffwechsel: Dort hilft sie beim Abbau und gleichzeitig bei der Bildung von dessen Bausteinen, den Aminosäuren. Darüber hinaus wird sie für den DNA-Stoffwechsel benötigt und wirkt bei der Bildung von Blutkörperchen und Schleimhautzellen mit.

Die Folsäure ist ein sehr empfindliches Vitamin, das bei Lagerung und gegenüber Wasser, Licht und Wärme bis zu 90 Prozent Verluste erleidet. Deshalb ist es ratsam, folsäurehaltige Lebensmittel frisch zu verzehren, denn aufgewärmt am nächsten Tag ist von der Folsäure fast nichts mehr übrig.  Ein Mangel an B9 zeigt sich zunächst durch Konzentrationsschwäche bis hin zu depressiver Stimmung, Wunden verheilen langsamer.

Beste Vitamin B 9-Quellen: Fenchel, Rote Bete, Spargel, Brokkoli, grüne Bohnen, Eigelb, Aprikosen, Kartoffeln, Kürbis, Roggenmehl, Leber.

Vitamin B12

Auch dieses Vitamin wird von jeder Körperzelle benötigt, da es an zahlreichen Stoffwechselreaktionen des Organismus beteiligt ist. Zusammen mit der Folsäure arbeitet das Vitamin B12 an der Herstellung der roten Blutkörperchen mit. Weiters hält es das Nervenkostüm stabil und ist für das gesunde Wachstum unverzichtbar.

Vitamin B12 ist das einzige wasserlösliche Vitamin, das in der Leber nennenswerte Speicher anlegt. Darum tauchen mögliche Mangelerscheinungen erst Jahre später auf. Diese zeigen sich in Form von Blutarmut, Eisenmangel, Wachstumsstörungen bei Kindern, Schwund der Magenschleimhaut und, bei extremer Unterversorgung, im Schrumpfen der Nervenzellen bis hin zur tödlichen Lähmung.

Beim Kochen können Vitamin B12-haltige Lebensmittel bis zu 80 Prozent ihres Vitamin-Gehaltes einbüßen, daher empfiehlt es sich, Fisch zum Beispiel besser zu dünsten und Rindfleisch als Steak zu servieren.

Beste Vitamin B12-Quelle: Rindfleisch und Fisch.

Vitamin C (Ascorbinsäure)

Das wohl prominenteste Vitamin stärkt unser Immunsystem und schützt den Körper vor Infektionskrankheiten. Gerade in den Wintermonaten besteht erhöhter Vitamin C-Bedarf, um Erkältungen vorzubeugen. Zudem ist es am Aufbau von Schleimhäuten, Bindegewebe und Knochen beteiligt, und auch bei Entgiftungsreaktionen des Körpers spielt das Vitamin C eine wesentliche Rolle. Die Ascorbinsäure fördert den Eisenstoffwechsel und schützt den Organismus vor Angriffen der zerstörerischen freien Radikale. Und noch ein Vorteil, der geradezu lebenswichtig sein kann, ist erwähnenswert: Vitamin C-Bomben wirken als Polizei im Körper, da sie die Bildung Krebs erregender Nitrosamine verhindern.

Ein längerer Vitamin C-Mangel kann zur häufigeren Infektionsanfälligkeit, Schmerzen in den Gelenken und Gliedern sowie zu Muskelschwund, Zahnausfall und unzureichender Wundheilung führen.

Vitamin C-haltige Nahrungsmittel sollten stets frisch zubereitet und so schonend wie möglich gegart (oder roh gegessen) werden, da dieser Vitalstoff sehr empfindlich auf Licht, Sauerstoff und Hitze reagiert.

Beste Vitamin C-Quellen: schwarze Johannisbeeren, rote und grüne Paprikaschoten, Sanddornsaft, Kartoffeln, Brokkoli, alle Kohlarten, Kiwi, Erdbeeren und Zitrusfrüchte.

Vitamin D3

Vitamin D ist für den Kalzium- und Phosphorstoffwechsel zuständig, schützt den Körper vor Osteoporose (Knochenschwund) und ist vor allem für den Knochen-, Zahnaufbau und -wachstum bei Kindern besonders wichtig. Ebenso spielt Vitamin D eine wichtige Rolle bei der Entwicklung und Funktion des Gehirns, für das Immunsystem und kann bei Kindern das Risiko für Atemwegsinfekte und Autoimmunerkrankungen reduzieren.

Dieses Vitamin kann der Körper selber bilden, wenn es oft genug dem Tageslicht bzw. der Sonne ausgesetzt ist. Dennoch kann die von Fachgesellschaften empfohlene Tageszufuhr von 15-20 µg Vitamin D bei Kindern meist nicht alleine mit den üblichen Lebensmitteln, die Vitamin D enthalten, erreicht werden. Angereicherte Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel können unterstützen.

Typische Mangelerscheinungen sind: ungenügende Knochenverhärtung im Wachstum (Rachitis), Weichwerden des Knochens beim Erwachsenen (Osteomalazie) und unzureichende Zahnbildung.

Beste Vitamin D-Quellen: Fisch (Hering, Forelle und Lachs) und Milchprodukte. Dazu ein Spaziergang bei sonnigem Wetter und der Vitamin-D-Stoffwechsel wird wieder so richtig in Schwung gebracht.

Vitamin E

Der Radikalfänger Nummer eins. Er schützt mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die am Aufbau der Arterienwände beteiligt sind, und andere Vitamine vor einer Zerstörung durch Sauerstoff. Auch andere schwächende Substanzen werden durch Vitamin E aufgefangen, daher wird es häufig als vorbeugendes Mittel gegen Krebs und Herzprobleme angewendet. Zudem unterstützt es die Vitamin C-Wirkung, verbessert den Kreislauf und die Sauerstoffzufuhr zu den Zellen und stimuliert die Zellteilung.

Vitamin E wird im Fettgewebe gespeichert. Wenn die Fettverdauung oder -aufnahme gestört ist, können sich massive Mangelerscheinungen bemerkbar machen. Wie zum Beispiel Muskelabbau, Störungen des Nervensystems, Hautschäden, Herzbeschwerden und Blutarmut. 

Beste Vitamin E-Quellen: kaltgepresste Pflanzenöle, Hülsenfrüchte, Vollkorn, Blattgemüse, Eier und Nüsse.

Kalzium

Kalzium lindert nicht nur den nervigen Juckreiz bei Sonnenallergien, sondern ist mengenmäßig der wichtigste Mineralstoff des menschlichen Organismus und ein bedeutsamer Baustein von Zähnen und Knochengeweben. Etwa 99 Prozent des im Körper enthaltenen Kalziums befindet sich in den Knochen. Neben seiner Stützfunktion im Skelett spielt dieser Nährstoff eine wichtige Rolle als Faktor bei der Blutgerinnung und im Stoffwechsel von Muskeln und Nerven. Zudem trägt es zur Sekretion einiger Hormone und Enzyme bei.

Außer im Säuglingsalter kommt es in der Pubertät zu einem besonders intensiven Knochenwachstum mit erhöhtem Kalziumbedarf. Die maximale Knochenmasse wird zwischen dem 25. und 30. Lebensjahr erreicht. Eine große Knochenmasse gilt als wichtige Voraussetzung zur Vorbeugung der Osteoporose (Knochenschwund) im Alter.

Ein Kalzium-Mangel äußert sich in einer allgemeinen Überreiztheit von Nerven und Muskeln wie schmerzhaften Muskelkrämpfe, Zucken der Augenlider, Mundwinkel oder Nasenflügel.  Brüchige Fingernägel mit Querrillen, verstärkter Haarausfall und erhöhter Blutdruck können weitere Anzeichen eines Mangels sein.

Beste Kalzium-Quellen: Grünkohl, Fenchel, Käse und andere Milchprodukte.

Kalium

Dieses Mineral ist zusammen mit Natrium für die Regulation des Wasserhaushaltes zuständig. Natrium bindet das Wasser, Kalium schwemmt es aus. Aber es hat noch andere Aufgaben: Kalium ist wichtig für die Herz-, Muskel- und Nerventätigkeit, als Enzym ist es an lebensnotwendigen Reaktionen beteiligt und als Bestandteil der Verdauungssäfte für einen reibungslosen Ablauf derselben mitverantwortlich.

Mangelerscheinungen treten bei einer gesunden Ernährung in der Regel nicht auf, da Kalium in fast allen Gemüsesorten vorkommt. Bei Krankheit, wie starker Durchfall und Erbrechen, oder auch bei einer längeren Abführmittel-Therapie, kann es zu Kaliummangel kommen. Symptome: Muskelschwäche, Schweregefühl, Herz-Kreislauf-Beschwerden, extremer Blutdruckabfall und Verstopfung. Durch die Zubereitung des Gemüses wird oft deren Kalium-Gehalt zerstört, also am besten schonend dämpfen.

Beste Kalium-Quellen: Sojabohnen, Pfifferlinge, Fenchel, Steinpilze, Spinat, Forellen und Heilbutt.

Zink

Dieses Spurenelement ist Bestandteil von 160 verschiedenen Enzymen, die den Kohlenhydrat- und Proteinstoffwechsel regeln. Es ist an der Insulinproduktion beteiligt, wichtig für das Immunsystem und die Stabilisation der Zellmembranen. Zink wirkt sich auch positiv auf das Gewebewachstum und vor allem das Haarwachstum aus.

Zink-Mangel äußert sich bei Kindern und Jugendlichen in Form von Wachstumsstörungen (Minderwuchs). Ebenso ist die Wundheilung gestört, es kommt zu Hauterkrankungen und Haarausfall und Beeinträchtigungen beim Sehen.

Da Zink aus tierischen Produkten leichter aufgenommen wird als aus pflanzlichen, Kalzium, Phosphor, Eiweiß und Vitamin A die Zinkresorption zusätzlich erhöhen, bringen Sie am besten eine Kombination aus Getreide, grünem Gemüse, Möhren und Fisch oder Fleisch auf den Tisch.

Beste Zink-Quellen: Leber, Rindfleisch, Hähnchen, Lamm und Putenfleisch, Forelle, Barsch.

 

Wichtig!

Darmflora sanieren

  • Häufig wiederkehrende Infekte können auch auf eine gestörte Darmflora hinweisen. Daher ist es sinnvoll, besonders nach Einnahme von Antibiotika, die Darmflora mit milchsäurebildenden Bakterien (Probiotika) aufzubauen. Diese sogenannten Laktobazillen sind in der Lage, an der Schleimhaut im Darm (aber auch in der Scheide) anzuhaften und einen schützenden Biofilm zu bilden, der vor krankmachenden Keimen schützt.

 

Quellen:
1) Nyquist AC, Gonzales R, Steiner JF, Sande MA. Antibiotic prescribing for children with colds, upper respiratory tract infections, and bronchitis. JAMA. 1998;279(11):875-7.
2) Ogal M, Klein P, Schoop R. Echinacea for the Prevention of Respiratory Tract Infections in Children 4 – 12 years: A Randomized, Blind and Controlled Study. Sociéte Suisse de Pédiatrie (SSP, Poster), 24th May, Lausanne, Switzerland.
3) URL : <https://www.zentrum-der-gesundheit.de/tipps-damit-kinder-gemuese-essen-ia.html>; <https://www.avogel.ch/de/ihre-ernaehrung/themenuebersicht/wenn-kinder-kein-gemuese-essen.php>;
URL : <https://www.zentrum-der-gesundheit.de/tipps-damit-kinder-gemuese-essen-ia.html>
4) Richter, F. Hennrich, D. Für immer schlank. Ihr persönlicher Ratgeber für die Traumfigur. Tosa. 1998. 43-73.
5) Netdoktor.at, URL: https://www.netdoktor.at/laborwerte/vitamin-b2-8517 
URL: <https://www.apotheken-umschau.de/Ernaehrung/Vitamin-A-Retinol-169709.html>
URL: <https://www.meine-gesundheit.de/krankheit/krankheiten/vitamin-a-mangel>
URL: <https://www.minimed.at/medizinische-themen/gesundes-kind/warum-vitamin-d-bei-kindern-wichtig-ist/>

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